Ausatmen

Januar 31, 2008

Atmen ist Leben - nach der Geburt machen wir unseren ersten Atemzug in diese Welt hinein und irgendwann machen wir auch unseren letzten.

Mit dem Atem können wir unseren Körper und unseren Geist führen lernen. Viele Arten des Yoga beschäftigen sich mit Atemtechniken, manche ausschließlich. Ein klarer Atem bringt einen klaren Geist und Vitalität, ein kontrollierter Atem erhöht die Beweglichkeit und lässt die Energien fließen. Asiatische Kampfsportarten nutzen den Atem, um Energien gezielt an bestimmten Punkten zu konzentrieren. Atem ist Leben - fließende Energien, die uns mit der Welt verbinden.

Das Problem ist heute für die meisten von uns, dass wir unseren Atem nicht kontrollieren (können). Zu viel Sitzen in schlecht belüfteten Räumen, zu wenig (maßvolle) Bewegung an frischer Luft, zu viele, meist negative Informationen, zu viel Stress. Wir atmen zu tief oder zu flach, vor allem atmen wir meist nicht richtig aus. Die Energien können nicht frei fließen und das erzeugt Spannungen im Körper und im Geist.

Sicher kennen Sie die Situation: Sie sind aufgeregt oder haben sich geärgert, Ihre Haltung wird angespannt, Ihre Atmung wird flach und schnell, selbst die Stimme verändert sich bei vielen Menschen, vielleicht “pumpen Sie wie ein Maikäfer” - die typischen Symptome von Stress. AUSATMEN - ein kontrolliertes Ausatmen bringt eine schnelle und wirkungsvolle Erleichterung, lässt Ihr System schneller wieder die Balance finden.

Bei einer kinesiologischen Ablösung ist dieses unbewusste Ausatmen ein sicheres Zeichen, dass der Stress auf eine Situation oder ein Ereignis abgelöst wurde. Das ist im täglichen Leben nicht anders. Aber Sie können mit diesem gezielten Ausatmen Ihre täglichen Herausforderungen selbst kontrollieren und besser bewältigen. Versuchen Sie einfach einmal.
Aber wie geht richtiges Ausatmen, wie fühlt es sich an? Aus Erfahrung weiß ich, dass viele Menschen versuchen, die Luft aus dem Brustkorb zu entleeren, und das ist keine gute Idee. Eine gesunde Atmung funktioniert über die Auf- und Ab-Bewegung des Zwerchfells. Eine einfache Yoga-Übung kann Ihnen vielleicht helfen. Diese Übung ist kein Leistungssport, beginnen Sie also langsam und steigern Sie nach Ihrem Ermessen:

  • Stellen Sie sich entspannt mit leicht geöffneten Beinen vor das geöffnete Fenster und räkeln Sie sich…
  • Atmen Sie bei der folgenden Bewegung tief ein, wenn Sie sich auf die Zehenspitzen stellen und die Arme nach oben strecken - möglichst weit - und halten Sie die Luft an.
  • Bleiben Sie so stehen und machen Sie vielleicht kleine Bewegung, um den Oberkörper und den Brustraum zu weiten indem Sie sich noch mehr strecken.
  • Atmen Sie bei der folgenden Bewegung kräftig aus, wenn Sie die Arme nach unten führen, bis Sie sich mit den Armen entspannt auf den leicht gebeugten Knien abstützen.
  • Versuchen Sie jetzt bei völliger Ausatmung Ihren Bauchnabel in Richtung Wirbelsäule zu ziehen - am besten mehrmals ruckartig und möglichst weit…
  • Wenn der Impuls zum Einatmen kommt, folgen Sie ihm und stellen sich dabei wieder in entspannte Ausgangslage.

Das ist anstrengend? Ja, aber Ihr Zwerchfell wird durch die ruckartigen Bewegung der Bauchmuskeln gut trainiert und Sie bemerken schnell, wie plötzlich die Energie wieder ins Fließen kommt. Wenn Sie diese Übung morgens nach dem Aufstehen machen, starten Sie ganz anders in den Tag - versprochen!

Für Fortgeschrittene noch zwei kleine Hinweise:

  • Klopfen Sie sich einfach vor dem Ausatmen mit der flachen Hand den gesamten Brustraum ab - also bis hin zu den Lungenspitzen fast an den Schultergelenken und bis ans Ende der Rippen.
  • Spannen Sie bei der gesamten Übung Ihren Beckenboden an und halten Sie ihn angespannt.

Viel Erfolg!


AFA-Algen

Januar 23, 2008

Die Frage nach AFA-Algen hatte ich von Kunden bereits mehrfach am Telefon. Nein, wir haben keine blaugrünen Algen oder AFA-Algen im Angebot und werden sie auch nicht ins Programm nehmen.
Das hat einen einfachen Grund: Prof. Pulz hatte mir schon sehr früh gesagt, dass AFA-Algen Microcystin, also Algengift enthält.

In einer Pressemitteilung der Universität Konstanz “AFA-Algen – Giftcocktail oder Gesundheitsbrunnen?” können Sie sich dazu ausführlich informieren.

Theoretisch können auch Spirulina-Algen mit Microcystinen kontaminiert sein. Wir lassen unsere Naturspirulina aus Burma im Labor auf Microcystine prüfen. Der hohe pH-Wert der Vulkankraterseen von 10,5 verhindert allerdings sehr wirksam die Entstehung dieser Giftstoffe. Da Naturspirulina in Burma ganzjährig wachsen, ist die Gefahr, dass während der Kultivierung bei niedrigen Temperaturen Gifte entstehen, ebenso ausgeschlossen.